Das Innovations-Potenzial von Afrika entfesseln

Die entscheidende Transformation Afrikas gewinnt an Geschwindigkeit, angetrieben durch Unternehmertum und Innovation. Durch den verstärkten Zugang zu neuen Ideen, Wissen und Technologien spielt die digitale Revolution eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Innovation auf dem Kontinent.

Unternehmerisches Verhalten und offene Innovationswege auf dem ganzen Kontinent

Diese Entwicklung übersteigt sogar den technologischen Fortschritt, der in den letzten Jahren regelrecht gepriesen wurde. Afrika ist kein Kontinent, der über den Innovationshebel „aufholen“ will. Das Land erfindet sein eigenes Innovationsleitbild und findet innovative und pragmatische Lösungen für seine eigenen Entwicklungs- und Wachstumsprobleme, indem es verschiedene Hebel aktiviert.

Innovationsmotoren: Unternehmerisches Verhalten und offene Innovationsprozesse

Beide vervielfachen sich in Afrika und für Afrika. Während diese Treiber in Nigeria, Ghana oder Südafrika nicht neu sind, haben sie sich vor kurzem in anderen Ländern etabliert und schaffen so eine panafrikanische Dynamik. Um einen tieferen Einblick in diese Entwicklung zu erhalten, haben wir eine Studie zu diesem Thema verfasst.
Die Studie hat uns zunächst auf den afrikanischen Kontinent geführt, um hier regionale Initiativen zu entdecken, die die Welten von etablierten Unternehmen und Unternehmern/Innovatoren verbinden oder die das unternehmerische Potenzial ihrer Mitarbeiter entfalten:

ein marokkanisches Start-up, das das Konzept der „offenen Innovation“ bei großen Organisationen über Hackathons einführt,

  • ein senegalesischer Telekom-Konzern, die einen Mitarbeiter-Intrapreneur mit seiner Start-up-Initiative im Gesundheitssektor unterstützt,
  • eine ägyptische Crowdsolving-Plattform, die es afrikanischen Unternehmen ermöglicht, afrikanische Lösungen für die industriellen Herausforderungen zu finden, denen sie gegenüberstehen,
  • ein Start-up in Kigali, das die Digitalisierung von Ruanda durch die Entwicklung seiner Plattform vorantreibt,
  • ein HR-Start-up und ein von einer Bank unterstütztes innovatives Angebot für kleine und mittelständische Unternehmen in Südafrika.

In einer Zeit, in der manche Mauern errichten, bauen andere Brücken zwischen Afrika und dem Rest der Welt, um das Beste aus diesen Welten zu vereinen und das Innovationspotenzial des Kontinents zu nutzen. Unsere Studie führt folglich auch über die Grenzen Afrikas hinaus, um zu zeigen:

  • wie Start-ups aus der afrikanischen Diaspora mit einem großen Unternehmen mit Sitz in Paris zusammenarbeiten können, um dieses Geschäft auf seine afrikanischen Tochtergesellschaften auszuweiten,
  • wie internationale Start-ups sich zunehmend für Afrika interessieren, insbesondere im Bereich der Fintechs,
  • wie ein multinational tätiges Telekommunikationsunternehmen mit seiner Technologie afrikanischen Entwicklern eine panafrikanische Plattform im Rahmen einer offenen Innovationsinitiative bietet.

Aus diesen Initiativen für offene Innovation und Intrapreneurship leiten wir fünf wichtige Erfolgsfaktoren ab:

  • das Top-Management durch ein strategisches Buy-in sichern
  • operative Teams durch kulturelles Change Management motivieren
  • einen strukturierten Ansatz verfolgen und dabei beweglich bleiben
  • Bei Initiativen nach dem Konzept der offenen Innovation zwischen Start-ups und Großunternehmen die kurz- und die langfristige Perspektive im Blick behalten
  • eine offene Denkweise annehmen

Wir wollen diese afrikanischen Initiativen und Innovationen bekannt machen. Und wir wollen begeistern:

  • Unternehmen in Afrika und der ganzen Welt, um Innovationsfähigkeit in und für Afrika zu schaffen,
  • Angestellte für unternehmerisches Denken und Handeln sowie
  • Unternehmer für die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen.

Unsere Interviewpartner raten CEOs:

  • kontinuierlich an der Neuerfindung ihres Geschäfts zu arbeiten
  • sich mit den zahlreichen Fallstudien des afrikanischen Gründer-Ökosystems vertraut zu machen
  • diesen Ökosystemen zu vertrauen
  • Innovation als Verpflichtung, nicht als Selbstzweck, zu betrachten
  • den Fokus auf das Wachstum der Unternehmer zu legen

Unser Rat für Intrapreneure:

  • Bündnisse innerhalb ihrer Organisation aufbauen
  • sich mit Experten aus verschiedenen Bereichen vernetzen, um Anregungen zu erhalten und neue Ideen zu entwickeln
  • Ideen mit der „lean start-up“-Methode vorantreiben
  • sich nicht in eine Idee, sondern in die Lösung des Problems verlieben
  • die Haltung „Kapitän für eine Minute, Piraten für die Ewigkeit“ kultivieren

Angesichts der Globalisierung werden nur die Unternehmen langfristig erfolgreich sein, die „Selbst-Disruption“ umsetzen, indem sie das Beste aus der Start-up-Welt in ihre Organisation holen und eigene Ressourcen in Innovatoren verwandeln. In zukunftsfähigen Unternehmen und Organisationen werden diese dann in offenen, funktionsübergreifenden Teams neue Angebote, Produkte und Dienstleistungen entwickeln und neue Geschäftseinheiten oder neue Start-ups erschaffen.

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