Was zeichnet erfolgreiche Führung im 21. Jahrhundert aus?

Entscheider*innen auf C-Level stehen heute vor enormen Herausforderungen. Ihr Unternehmen soll wachsen, dabei nachhaltiger werden, mit sich verändernden Kaufgewohnheiten schritthalten und neue Arbeitsmethoden integrieren. Wie meistern Führungskräfte diese Fülle an Herausforderungen? Die Mazars-Studie „C-Suite-Barometer 2021“ liefert Antworten. Wir befragten mehr als 1.000 Entscheider*innen aus 39 Ländern, in unterschiedlichen Funktionen und Branchen. Das Ergebnis zeigt, was erfolgreiche Führung im 21. Jahrhundert auszeichnet.

Trotz des Pandemiegeschehens zeigt die Befragung ein positives Stimmungsbild: 88 % der Entscheider*innen sind überzeugt, eine Krise zu überstehen. Und sie haben sich viel vorgenommen: Rund zwei Drittel sehen technologischen Veränderungen entgegen. 62 % rechnen mit neuen Nachhaltigkeitsstrategien innerhalb der nächsten Jahre. Auch ESG-Maßnahmen stehen überall auf der Agenda. Wie gelingt es Entscheider*innen auf C-Level, die großen Pläne wirklich umzusetzen?

So führen Transformationsziele zu konkreten Taten

Welcher Strategie folgen Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Ziele? Wie gelingt zielführendes Handeln? Diese Herausforderung gilt es jetzt zu lösen. Das braucht geeignete Programme sowie die richtigen Mitarbeiter*innen mit den passenden Fähigkeiten. Müssen Unternehmen sich also neu orientieren?

„Nein“, finden die meisten Führungskräfte (88 %). Sie glauben fest daran, alle erforderlichen Fähigkeiten zur Bewältigung des Wandels bereits zu besitzen. Doch liegen sie damit richtig? Fest steht, dass sich jene Unternehmen am Markt am besten positionieren werden, denen zuerst der Schritt von der Planung zur erfolgreichen Umsetzung gelingt.

Für Entscheider*innen auf C-Level ist es an der Zeit, die Kompetenzen des eigenen Teams zu bewerten. Jede*r Mitarbeiter*in sollte Fähigkeiten mitbringen, die den gesteckten Unternehmenszielen zuträglich sind. Im Zusammenspiel sollten sich die einzelnen Talente bestmöglich ergänzen. Ist dies nicht der Fall, sollten Unternehmen angesichts des kritischen Marktgeschehens erwägen, in neue spezielle Kompetenzen zu investieren.

Sie planen gerade einen Unternehmensverkauf? Dann betrachten Sie Ihre Führungsriege einmal aus Sicht neuer Eigentümer*innen – als einen zentralen Faktor der Wertschöpfung. Die Menschen und ihre Expertise machen den Unterscheid. Private-Equity-Gesellschaften berücksichtigen bei Investitionsentscheidungen nicht zuletzt die Expertise der Entscheider*innen, weil diese erheblichen Einfluss auf eine langfristige, hohe Rendite haben können. Gefragt sind dabei die richtigen Charaktere, die richtige Spezialisierung sowie die richtige Motivation innerhalb der Führung. Die optimale Besetzung von Schlüsselpositionen kann beim Unternehmensverkauf genauso entscheidend sein wie die wirtschaftliche Stärke des Unternehmens.

Folgende Fragen über Ihr Führungsteam sollten Sie sich daher stellen:

1. Ist Ihre Führung zukunftskompetent und das auch in einem größeren Team? Oder könnten externe Spezialist*innen die bevorstehenden Aufgaben besser lösen? Ein Urteil über Mitarbeiter*innen mag schwerfallen. Doch kritisches Hinterfragen gehört zu einer vorausschauenden Führung und hilft, Geschäftsrisiken zu verringern.

2. Verantwortet Ihr Führungsteam mehr als eine Funktion? Falls ja, sollten Sie sich fragen, ob dies Ihren Unternehmenszielen dient. Agiert etwa ein*e Abteilungsleiter*in gleichzeitig als Vertriebsleiter*in, kann dies zu Interessenskonflikten und suboptimalen Ergebnissen führen.

3. Beherrscht Ihre Führungsriege gute Kommunikation? Die Kommunikationsfähigkeit im Team ist essenziell – schon deshalb, weil jedem Mitglied eine wichtige Rolle als Botschafter*in nach innen und außen zukommt. Entscheider*innen müssen in der Lage sein, strategische Maßnahmen und kulturelle Veränderungen erfolgreich ins Unternehmen zu tragen, in so unterschiedlichen Bereichen wie Nachhaltigkeit, Vielfalt und Technologie.

Diese Fähigkeit besitzt nicht jede*r. Sie erfordert großes Fingerspitzengefühl für den angemessenen Ton, das richtige Timing und die vielfältigen Bedürfnisse der Adressaten. Intern gilt es, gemeinsame Ziele sowie eine konsistente Unternehmensvision zu vermitteln. Nach außen muss die Kommunikation klar und erfolgswirksam sowie entlang der angestrebten Customer Experience erfolgen.

4. Besitzt Ihr Team die fachliche Tiefe für den zukünftigen Weg? Das Unternehmenswachstum kann die Fähigkeiten Ihrer Entscheider*innen an Grenzen führen. Einst wertvolle Kompetenzen könnten schon bald überholt oder irrelevant sein. Um gegenzusteuern, muss rechtzeitig in neue Expertise und Know-how investiert werden. Insbesondere sollten Entscheider*innen vertraut sein mit den Themen Nachhaltigkeit, Veränderungsmanagement, Performance-Management fusionierter Teams sowie Management externer Stake- und Shareholder.

Passt Ihr derzeitiges Führungsteam zur künftigen Marschroute Ihres Unternehmens? Welche Positionen sind optimal besetzt? Welche nicht? Eine objektive Antwort für sich allein zu finden, fällt manchmal schwer. Leichter geht es mit der Hilfe erfahrener Spezialist*innen. Bringen diese nicht nur Branchenerfahrung, sondern auch strategischen Weitblick und eine Expertise in Personalfragen mit, profitieren Entscheider*innen auf C-Level gleich doppelt: So werden Fähigkeiten und Kompetenzlücken des Führungsteams objektiv bewertet und es wird klar ersichtlich, welche Qualifikationen für die Unternehmensziele erforderlich sind.

Erfolgreiche Führung braucht konkrete Ziele und dauerhaft motivierte Teams, die diese Ziele erreichen und übertreffen. Können Unternehmen die dafür notwendigen Voraussetzungen nicht allein schaffen, lohnt sich der Rückgriff auf geeignete externe Berater*innen. Sie sind vertraut mit aktuellen Markterfordernissen, bringen Best-Practice-Erfahrung mit und können maßgeschneiderte Anreizprogramme für Führungskräfte entwickeln. So gelingt die erfolgreiche Führung im 21. Jahrhundert.

 

„Erfolgreiches Business braucht eine Führung, deren Kompetenz den Markterfordernissen folgt. Führungsteams müssen sich weiterentwickeln – durch neue Qualifikationen, neue Anreize, neue Köpfe. Ein Trusted Advisor wie Mazars weist Unternehmen in solchen Situationen den richtigen Weg.“

Ralf Bierent, Partner, Mazars in Germany

 

 

 

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