Indirekte Steuern: Umsatzsteuer

„Das ist doch alles EU!“ … hören wir sehr häufig von international erfolgreichen Unternehmen. Darin kommt die Erwartung zum Ausdruck, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen in allen EU-Mitgliedstaaten identisch sind.

Nicht wenige dieser Unternehmen haben allerdings erfahren müssen, dass zwar die Mehrwertsteuersystemrichtlinie die Grundlagen für das nationale Umsatzsteuerrecht der einzelnen Mitgliedstaaten der EU vorgibt, es den Ländern aber gestattet ist, bestimmte Regelungen unterschiedlich auszugestalten. Finanzielle Effekte, die die fest einkalkulierte Marge eines Geschäfts zum Schmelzen bringen, sind oft genug das Ergebnis dieser Sichtweise.

„Mit deutscher Umsatzsteuer hat das nichts zu tun!“ …

Eine weitere Aussage, die nicht selten von Unternehmen getroffen wird, die grenzüberschreitend tätig sind – und diese Einschätzung ist in der Regel zutreffend. Allerdings geht im Arbeitsalltag oft unter, dass diese Unternehmen umsatzsteuerliche Pflichten im Ausland zu erfüllen haben. Sanktionen für die Geschäftsführung und signifikante finanzielle Belastungen lassen meistens nicht lange auf sich warten.

„Wir verkaufen doch an deutsche Unternehmen – also fällt deutsche Umsatzsteuer an!“ …

Eine noch immer recht weit verbreitete Ansicht von Unternehmen, die weltweit Geschäfte mit signifikantem Volumen abwickeln. Außer Acht gelassen wird bei dieser Sichtweise, dass es durchaus möglich sein kann, dass Rechnungen zwischen deutschen Unternehmen ausländische Umsatzsteuer enthalten müssen. Die (dann unberechtigterweise) in Rechnung gestellte deutsche Umsatzsteuer ist beim Vertragspartner nicht als Vorsteuer abzugsfähig. Sanktionen für die betroffenen Unternehmen im Ausland und unerfreuliche Diskussionen mit den deutschen Vertragspartnern, denen der Vorsteuerabzug in Deutschland versagt wurde, sind häufig die Folge.

Diese drei Zitate aus unserer Beratungspraxis zeigen, warum es so wichtig ist, sich – idealerweise – vor Aufnahme einer neuen geschäftlichen Aktivität mit deren umsatzsteuerlichen Auswirkungen zu befassen – nicht nur europaweit, sondern ganz besonders auch mit Bezug zu Drittländern.

Denn eines ist mehr als deutlich: In Zeiten stetig sinkender Ertragsteuersätze gewinnen die indirekten Steuern, nicht zuletzt durch die steigende Aufmerksamkeit bei der Finanzverwaltung im In- und Ausland, weiterhin an Bedeutung. Und im Tagesgeschäft müssen Sie als Unternehmen wissen,

  • ob Sie Umsatzsteuer in Rechnung stellen müssen.
  • wenn ja, die welchen Landes?
  • welcher Steuersatz zur Anwendung kommt.
  • ob ggf. Befreiungsvorschriften greifen?
  • welche umsatzsteuerlichen Pflichten sich daraus für Ihr Unternehmen ergeben und wo?

Für die Lösung dieser Fragen und weiterer Themenstellungen im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer suchen Sie nach einem kompetenten Berater an Ihrer Seite, der neben der fachlichen Expertise auch die praktische Umsetzung im Blick hat.

Unsere ‚Global Indirect Tax Group‘ umfasst ein weltweites Netzwerk von Spezialisten, die Unternehmen ausschließlich auf dem Gebiet der indirekten Steuern, d. h. Umsatzsteuer und Zoll, Außenwirtschaftsrecht und Verbrauchsteuern, beraten.

Wir helfen Ihnen gerne weiter: schnell, kompetent und praxisorientiert. Aufgrund unserer Präsenz in nahezu allen europäischen Ländern und weltweit in allen wesentlichen Wirtschaftszentren, lösen wir Ihre umsatzsteuerlichen Probleme und helfen Ihnen bei der Erfüllung Ihrer umsatzsteuerlichen Verpflichtungen – egal wo.

Das Beratungsangebot der Global Indirect Tax Group umfasst im Schwerpunkt Umsatzsteuer neben der individuellen Beratung unter anderem 

  •  Durchführung von Umsatzsteuer-Reviews und Due Diligences
  •  Optimierung von Waren- und Dienstleistungsströmen (sog. Business Model Optimization)
  •  Erstellung von Umsatzsteuer-Handbüchern
  •  Unterstützung bei Betriebsprüfungen bzw. Umsatzsteuersonderprüfungen
  •  Umsatzsteuerberatung an der Schnittstelle zur IT
  •  Umsatzsteuerliche Risikomanagement-Konzepte
  •  Umsatzsteuerberatung im M&A-Prozess
  •  Mitarbeiter-Schulungen im In- und Ausland
  •  Outsourcing von umsatzsteuerlichen Compliance-Tätigkeiten

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Umsatzsteuer

Die zutreffende Umsatzbesteuerung ist für Unternehmen in Deutschland, aber auch im europäischen Umfeld weiterhin von immenser Bedeutung. Sinkende Ertragsteuersätze und erhebliche Steuerausfälle führen dazu, dass die Umsatzsteuer immer stärker in den Fokus der Finanzverwaltungen gerät. Die zunehmende Sensibilisierung der Finanzverwaltung in Umsatzsteuerfragen geht mit einer immer effizienteren digitalen Datenanalyse in Betriebsprüfungen einher. Aber auch die Gestaltungen im Konzern werden immer häufiger zum Gegenstand kritischer Fragen.

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Digital VAT Scan

Anhand des Digital VAT Scans werden die umsatzsteuerrelevanten Daten eines Unternehmens extrahiert und anschließend mithilfe der Prüfsoftware IDEA® analysiert.

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Vermögensverwaltende Personen-gesellschaften

Die vermögensverwaltende Personengesellschaft ist ein Spezialfall der Personengesellschaft: Als rein steuerlich relevantes Konstrukt gelten für sie besondere Normen des Steuerrechts.