Forschungsarbeit von Mazars und ecoDa befasst sich mit den zentralen Herausforderungen der Unternehmensführung

Mazars und ecoDa (European Confederation of Directors’ Associations) haben die Ergebnisse einer Umfrage bei Vorstandsmitgliedern veröffentlicht, mit der die Praktiken europäischer börsennotierter Unternehmen bei der Gestaltung ihrer Unternehmensführungsstrukturen und Offenlegung ihrer Unternehmensführungspraktiken sowie die Anwendung des Konzepts „Einhaltung oder Erläuterung“ untersucht wurden.

Die Ergebnisse zeigen eine Reihe von Themen auf, die mit der Förderung des langfristigen nachhaltigen Erfolgs börsennotierter Unternehmen zusammenhängen.                   

Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören:                             

  • 83 % der befragten Unternehmen haben ihr Unternehmensführungsmodell im vergangenen Geschäftsjahr vor allem aufgrund von Änderungen des angewandten Corporate Governance Kodex oder Gesetzesänderungen in der Europäischen Union oder des nationalen Rechts überarbeitet. Bei den Unternehmen, die ihren Kodex nicht überarbeitet haben, waren Familienunternehmen in der Mehrheit. 
  • 76 % der Vorstandsmitglieder vertraten die Ansicht, dass die Unternehmensführung für ihre Anteilseigner interessant sei, obwohl fast ein Viertel (die verbleibenden 24 %) nicht glaubte, dass die Anteilseigner sich wirklich für Unternehmensführungsfragen interessierten. Die Hauptthemen, die mit den Investoren diskutiert wurden, waren die Vergütung (40 %) und die Nominierung von Vorstandsmitgliedern (40 %). 
  • 59 % der befragten Unternehmen nutzten die Flexibilität der Vorgehensweise „Einhaltung oder Erläuterung“. Knapp die Hälfte der Vorstände (48 %) war der Meinung, dass zusätzliche Anleitungen zu „Einhaltung oder Erläuterung“ hilfreich sein könnten, um qualitativ hochwertige Erläuterungen zu fördern, klare Leitlinien vorzugeben oder mehr Informationen über bewährte Verfahren zu liefern.

Lutgart Van den Berghe, Vorstandsmitglied von ecoDa kommentierte den Untersuchungsbericht: „Vorstandsmitglieder, Investoren und Aufsichtsbehörden haben alle ihren Beitrag zur Unterstützung eines Ökosystems zu leisten, das den langfristigen nachhaltigen Erfolg zum Nutzen aller Stakeholder börsennotierter Unternehmen sowie der Gesellschaft im weiteren Sinne fördert. Allein die vollständige Einhaltung der Vorschriften wird die Messlatte für eine erfolgreiche Unternehmensführung nicht höher legen.

Anthony Carey, Board Practice Partner bei Mazars fügte hinzu: „Der Schwerpunkt sollte eher darauf gesetzt werden, wie Vorstände in der realen Welt und nicht nur auf dem Papier agieren. Der Aufbau eines engagierten Vorstands, der für das Führungsteam sowohl ein hohes Maß an Unterstützung als auch Herausforderungen bietet, benötigt zwar ständige Aufmerksamkeit, ist aber entscheidend, wenn die Unternehmen ihr volles Potenzial ausschöpfen sollen.“

Laden Sie den gesamten Bericht herunter.

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