Compliance, Governance und Nachhaltigkeit - Es kommt auf die Verknüpfung an

Mit der wachsenden Bedeutung von Corporate Governance steigen auch die Anforderungen an Unternehmen. Insbesondere das Thema Corporate Social Responsibility (CR) wird in den kommenden Jahren stärker in den Vordergrund rücken. Ein entscheidender Erfolgsfaktor einer ganzheitlichen Corporate Governance wird hierbei die enge und reibungslose Verknüpfung zwischen CR und den bestehenden Qualitäts-, Compliance- und Risikomanagementsystemen sowie deren Integration in die Unternehmensorganisation sein.

Spätestens seitdem Banken und zentrale Marktakteure – zum Beispiel Konzerne, die an der Spitze einer Lieferkette stehen – das Thema Corporate Social Responsibility für sich entdeckt haben, können sich Unternehmen dem Thema nicht mehr entziehen. Gleichzeitig erkennen immer mehr Unternehmen die Chancen, die ihnen die verschiedenen CR-Instrumente bieten.

Corporate Social Responsibility ist zum einen ein wirksames Instrument zur Marktdifferenzierung. Zum anderen ermöglicht der regelmäßige Diskurs, z.B. mit Stakeholdern, schon früh Einblicke in Trends, Entwicklungen oder zu erwartende Restriktionen, die den Kurs des Unternehmens beeinflussen. Viele Firmen verschaffen sich schon heute aus diesem Wissen heraus einen strategischen Vorteil gegenüber ihren Wettbewerbern.

In Sachen CR geht es also weniger um ein „ob“, als vielmehr um das „wie“. Doch genau dieser Unterschied bereitet vielen Unternehmensvertretern Kopfschmerzen. Sie scheuen den Aufbau eines weiteren, vielleicht redundanten oder schwerfälligen Management-Systems – und das völlig zu Recht.

Tatsächlich macht es wenig Sinn, eine Corporate Social Responsibility-Abteilung wie ein weiteres Bauklötzchen ins Mosaik der Unternehmensstrukturen zu setzen. Das kostet das Unternehmen viel Geld, bringt aber häufig wenig Mehrwert. In einigen Unternehmen ist das Ergebnis dann ein CR-Referent, der ausgewählte Projekte sowie den Nachhaltigkeitsbericht verantwortet.

In die relevanten Prozesse hingegen ist der Referent zumeist nicht eingebunden, er arbeitet eher in einem Silo. Um den Einklang von Qualitäts-, Risiko- und Compliance- Management sowie Corporate Social Responsibility im Rahmen der Corporate Governance so zu gestalten, dass ein Unternehmen die Vorteile und Chancen nutzen kann, braucht es daher eine neue Herangehensweise. Diese beginnt beispielsweise damit, sich als Verantwortlicher ein paar grundlegenden Fragen zu stellen:

  1. Ist mein Unternehmen für alle sozialen und ökologischen Probleme im Umfeld verantwortlich? Wo liegen die Grenzen?
  2. Wie konsequent muss ich Selbstverpflichtungen, etwa die Prinzipien des Gobal Compact, umsetzen?
  3. Kenne ich wirklich alle für mein Unternehmen wichtigen CR-Themen? 
  4. Wie bringt Corporate Social Responsibility für mein Unternehmen Mehrwert?

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Dieser Artikel ist ein Auszug einer Sonderveröffentlichung zum Thema "Compliance" der macondo publishing GmbH. 

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Compliance, Governance und Nachhaltigkeit

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