Wo werden Joint Audits aktuell bereits angewendet?

Seit der EU-Abschlussprüferreform im Jahr 2014 steht das Joint Audit zur Debatte.

Vorgeschrieben ist die Gemeinschaftsprüfung bisher lediglich in Frankreich für alle Unternehmen, die zur Erstellung und Veröffentlichung von Konzernabschlüssen verpflichtet sind – mit Ausnahme von kleinen Konzernen – sowie für Banken mit einer Bilanzsumme von mehr als 450 Millionen Euro. In Frankreich gilt das Joint Audit innerhalb großer Konzerne zumindest für die oberste Holdinggesellschaft – für das Prüfungsurteil sowohl über den Einzel- als auch über den Konzernabschluss – sowie für alle ihre französischen Tochtergesellschaften, die zu einer gesonderten Teilkonsolidierung verpflichtet sind. Innerhalb solcher Konzerne ist es jedoch möglich, ein Joint Audit in der Praxis auf wesentliche Tochtergesellschaften in Frankreich und gegebenenfalls auch im Ausland auszudehnen, auch wenn diese nicht einer gesonderten Anforderung zu einer Teilkonsolidierung unterliegen.

In verschiedenen weiteren Ländern ist ein Joint Audit für Großbanken oder Versicherungsgesellschaften vorgeschrieben, so z.B. in Südafrika für Großbanken. Auf freiwilliger Basis wird ein Joint Audit in Europa sowie auch im Vereinigten Königreich von einigen Unternehmen angewendet.

In folgenden Ländern werden Joint Audits auf freiwilliger Basis angewendet:

Hinweis für Ihr Unternehmen

Entscheiden Sie sich für eine Gemeinschaftsprüfung, können Sie die Rotationsfristen verlängern und so länger mit den Abschlussprüfern Ihrer Wahl zusammenarbeiten. Ohne weitere Ausschreibung nach 10 Jahren ist in Deutschland mit Joint Audit eine maximale Bestelldauer von 24 Jahren möglich. Im Gegensatz dazu unterliegen Einzelprüfungen nach zehn Jahren einer öffentlichen Ausschreibung und können auf eine maximale Laufzeit von 20 Jahren erweitert werden.

So wirken sich Joint Audits auf die Rotationsperiode des Wirtschaftsprüfers aus: