Bundestagswahl 2017: Erwerb von Wohneigentum – Die neuen Fördermaßnahmen

Niedrige Zinsen lassen die Preise für Grundstücke kräftig steigen: Vor allem für Familien ist die Finanzierung von Wohneigentum deutlich schwieriger geworden.
Ein weiterer Grund für die Schwierigkeiten beim Erwerb von Wohneigentum stellt die hohe Grunderwerbsteuer dar, die bei einem Grundstückserwerb anfällt. Diese variiert von Bundesland zu Bundesland und liegt derzeit zwischen 3 % (wie in Bayern) und 6,5 % des Kaufpreises des Grundstücks. Der Steuersatz von 6,5 % stellt dabei keine Seltenheit dar, sondern wird derzeit schon in fünf Bundesländern erhoben, darunter in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Viele Wahlprogramme sehen daher auch Unterstützungsmaßnahmen für den Erwerb von Wohneigentum vor. 

CDU/CSU

Die CDU will die Förderung des Erwerbs von selbstgenutztem Wohneigentum durch Einführung eines Baukindergelds in Höhe von 1.200 Euro jährlich für jedes Kind für die Dauer von zehn Jahren erreichen. Dieser Anspruch soll für alle Kaufverträge beziehungsweise Baugenehmigungen gelten, die seit dem 1. Juli 2017 neu abgeschlossen oder erteilt wurden.

Daneben möchte die CDU/CSU Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer für Erwachsene und Kinder für den erstmaligen Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums einführen, um die Grunderwerbsteuer für Familien zu reduzieren. Die konkrete Höhe des Freibetrags wird im Wahlprogramm noch nicht beziffert.

FDP

Die FDP geht beim Thema Grunderwerbsteuer einen Schritt weiter: Sie tritt ebenfalls für eine Erleichterung ein, plädiert jedoch bereits für eine konkrete Zahl. So soll ein Freibetrag von bis zu 500.000 Euro für natürliche Personen bei der Grunderwerbsteuer gewährt werden.

SPD

Auch die SPD setzt sich in ihrem Wahlprogramm für eine stärkere Förderung des Erwerbs von Wohneigentum ein. So plant die Partei die Einführung eines sozial gestaffelten Familienbaugelds für Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen. Konkrete Angaben zu den Vorschlägen werden im Wahlprogramm allerdings nicht gemacht.

Weiter sollen Familien beim Erwerb von Bestandsbauten mit dem Programm „Jung kauft Alt“ unterstützt werden. Dies soll verhindern, dass Wohnungen in den Ortskernen des ländlichen Raums leer stehen und verfallen.

Bündnis 90/Die Grünen

Die Förderung von Wohnungen für junge Familien und Menschen mit geringerem Einkommen haben sich auf Die Grünen auf die Fahne geschrieben. Allerdings fehlen im Wahlprogramm die klaren Aussagen, mit welchen Mittel die Partei dies konkret umsetzen will.

Die Linke

Im Parteiprogramm der Partei Die Linke sind keine Fördermaßnahmen beim Erwerb von Wohneigentum enthalten. Allerdings möchten die Linken bei einer Übertragung von Wohneigentum die bisher bestehende Erbschaftsteuerfreiheit des selbstgenutzten Wohneigentums bei einer ansonsten geplanten Verschärfung der Erbschaftsteuer beibehalten.

AFD

Auch die AFD will den Erwerb von Wohneigentum durch Familien z.B. durch zinslose Darlehen, Zuschüsse und durch den Erlass der Grunderwerbsteuer erleichtern. Konkrete Aussagen zu 

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