Brexit

51,9 Prozent der Briten haben sich im Referendum am 23. Juni 2016 für den Austritt Groβbritanniens aus der Europäischen Union entschieden. Dies ist nun bekannt. Die Wahlbeteiligung lag bei 72 Prozent – die höchste Wahlbeteiligung seit 25 Jahren.

Die Stimmung im UK ist gespalten. Es gibt dabei einen deutlichen Unterschied zwischen Stadt und Land und einzelnen Regionen. Die City of London, die mit 75,3 Prozent für den Verbleib ihres Landes in der EU votierte, zeigt sich fassungslos und bestürzt. Die Aktienmärkte reagieren weltweit mit Kurseinbrüchen. Der DAX verlor zunächst über zehn Prozent, scheint sich jedoch zu erholen. Das Britische Pfund kostete zeitweise unter 1,20 EUR, scheint sich aber ebenfalls ein wenig zu stabilisieren.

Der britische Premierminister David Cameron ist bereits zurückgetreten und seine Nachfolgerin Theresa May soll das Land nun aus der EU führen. Nigel Farage von der UK Independence Party (UKIP) feiert den „Independance Day“ seines Landes. Europas Rechtspopulisten fühlen sich nach dem Brexit bestätigt. In den Niederlanden fordert Geert Wilders nunmehr ebenfalls ein EU-Referendum, so wie in Frankreich Marine Le Pen. Die AfD spricht von einem "Freudentag für Europa".

Die übrige deutsche Politik reagiert hingegen mit Schock und Enttäuschung. Überall werden Brexit-Task Forces und Brexit-Arbeitsgruppen gebildet. Man rechnet mit einem ‚Hard Landing‘. Da ist der EM-Fuβball-Exit nur „Icing on the Cake“.

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In unserem Podcast zum Brexit stellen wir dar, was der Brexit für Unternehmen auf operativer Ebene bedeutet. Kurz und auf den Punkt gebracht erläutern unsere Brexit-Experten, welche Schritte Unternehmer kurz- und mittelfristig gehen sollten, um Risiken zu vermeiden. 

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